Verkündung statt Beteiligung
Die Entscheidung fällt oben, die Information kommt spät und einseitig. Wer nie gefragt wurde, fühlt sich für das Ergebnis auch nicht zuständig.
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Leistungsfeld 03
Wer sich gegen eine Neuerung wehrt, hat fast immer einen Grund: Erfahrung mit gescheiterten Projekten, Sorge um den eigenen Platz oder schlicht das Wissen, dass der neue Weg im Alltag nicht funktioniert. Diese Gründe zu kennen, ist der schnellste Weg zu einer Einführung, die trägt.
Die Herausforderung
Bezahlt wird meistens nur der erste Teil. Der zweite entscheidet trotzdem darüber, ob das System nach dem Go-live genutzt oder umgangen wird. Ich arbeite an genau dieser Stelle – nicht mit Motivationsrhetorik, sondern mit den Fragen, die im Betrieb tatsächlich offen sind.
Die Entscheidung fällt oben, die Information kommt spät und einseitig. Wer nie gefragt wurde, fühlt sich für das Ergebnis auch nicht zuständig.
„Effizienzsteigerung" überzeugt niemanden an der Werkbank oder am Schreibtisch. Nutzen muss in der jeweiligen Tätigkeit beschreibbar sein.
Sorge um den Arbeitsplatz und Scham, etwas nicht zu verstehen, werden in Meetings nicht ausgesprochen – sondern in der Kaffeeküche verhandelt.
Zwischen Fachbereich und IT, zwischen Standorten, zwischen den Betriebsparteien. Je länger sie ungeklärt bleiben, desto teurer wird die Klärung.
Mein Vorgehen
Vertrauliche Gespräche auf allen Ebenen – erst danach weiß man, worum es wirklich geht.
Key-User benennen, Betroffene früh einbinden, Erwartungen und Grenzen offen benennen.
Zwischen IT, Führung und Belegschaft vermitteln – in beide Richtungen, ohne Fachjargon.
Wo Konflikte auftreten: moderieren, Ergebnisse festhalten, Beteiligte ins Handeln zurückbringen.
„Der billigste Zeitpunkt, einen Konflikt zu klären, ist immer der frühestmögliche. Danach wird jede Woche teurer."
Thomas ReimannBausteine
Meine Grundlage: Ich bin ausgebildeter Mediator und arbeite in dieser Rolle allparteilich – für die Lösung, nicht für eine Seite. Auftrag, Rolle und Vertraulichkeit klären wir vorab schriftlich, für alle Beteiligten gleich. Rechtsberatung gehört ausdrücklich nicht dazu.
Typische Fragen
Vorher ist deutlich günstiger. Wenn die Beteiligung von Anfang an organisiert ist, entsteht ein großer Teil der späteren Konflikte gar nicht erst. Wenn es bereits knirscht, komme ich trotzdem – dann dauert es nur länger und kostet mehr Vertrauen.
Dann muss man den Grund kennen, bevor man handelt. Oft steckt eine berechtigte fachliche Einwendung dahinter, manchmal eine persönliche Kränkung, gelegentlich eine Überforderung, die niemand sehen sollte. Für jeden dieser Fälle ist die Antwort eine andere – und keine davon lautet „mehr Druck".
Ich bringe die technische Seite mit. Ich kann im selben Gespräch erklären, warum eine Schnittstelle drei Wochen braucht, und aufnehmen, warum eine Abteilung diesen Weg für unpraktikabel hält. Diese Doppelrolle spart Übersetzungsschleifen – und Missverständnisse.
Ja, und ich halte es für einen Vorteil, ihn früh einzubinden. Ein Gremium, das versteht, worüber verhandelt wird, ist kein Hindernis, sondern eine Absicherung. Seite für Betriebsräte →
Wo es sinnvoll ist, ja – etwa über den ArbeitszufriedenheitsKompass© vor, während und nach der Umstellung, oder über harte Indikatoren wie Nutzungsgrad, Doppelerfassungen und Supportanfragen.
Beides ist ein guter Anlass für ein Orientierungsgespräch. Sie schildern die Lage, ich sage Ihnen, was ich sehe.
Orientierungsgespräch vereinbarenWeitere Leistungsfelder
Von der Anforderung über die Auswahl bis zum Go-live.
Mehr erfahrenÄngste ernst nehmen, Fähigkeiten erkennen.
Mehr erfahrenSysteme verstehen und beurteilen können.
Mehr erfahrenZwölf typische Fälle mit konkretem Vorgehen.
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